ab 08:30 Uhr
Einlass/Registrierung
09:00 Uhr
Begrüßung
Stefan Szkudlapski, MV-Marketing Vertrieb, Iserlohn
09:30 Uhr - 10:00 Uhr
1. Synthetische Diamanten in Ziehsteinen
Ferdinand Kießling, REDIES Deutschland GmbH, Aachen
Inhalt: In Ziehwerkzeugen kommen unterschiedliche Materialien als Ziehkerne zum Einsatz. Der Fokus dieses Vortrags liegt auf dem Diamanten, der durch seine extreme Härte und seine absolut glatte Oberfläche überzeugt. Neben natürlichen Diamanten werden auch synthetisch hergestellte Einkristalle in verschiedenen Qualitäten angeboten. Doch worin liegen die Unterschiede? Und welche Vorteile bietet die Umstellung von Ziehwerkzeugen mit Naturdiamantkernen auf synthetische Diamanten für Ihre Produktion und Beschaffung?
10:00 Uhr - 10:30 Uhr
2. Gemeinsam starten, nachhaltig skalieren: Digitale Schatzsuche für messbare KI‑Erfolge
Jana Finke. GEDIA Gebr. Dingerkus GmbH, Attendorn
Inhalt: Künstliche Intelligenz steht derzeit stark im Fokus der öffentlichen Diskussion. In den Medien werden zahlreiche Erfolgsgeschichten präsentiert, deren Aussagekraft und praktische Übertragbarkeit auf den eigenen Unternehmensalltag jedoch häufig kritisch zu hinterfragen sind. Umso wichtiger ist die Frage, wie KI wirklich sinnvoll, nachhaltig und wirksam in produzierenden Unternehmen verankert werden kann. Der Vortrag zeigt, wie der Einsatz von KI über einzelne Anwendungen hinausgedacht werden kann und welche organisatorischen, kulturellen und strukturellen Voraussetzungen dafür erforderlich sind. Anhand konkreter Erfahrungen aus dem Aufbau des AI Competence Centers bei GEDIA wird aufgezeigt, wie KI schrittweise in bestehenden Strukturen und in der Zusammenarbeit internationaler Teams integriert und als gemeinsame Aufgabe im Unternehmen etabliert werden kann. Deutlich wird dabei, dass nachhaltiger Erfolg nicht allein durch Technologie entsteht, sondern durch das Zusammenspiel von Menschen, Wissen sowie Mut, Offenheit und einer gelebten Unternehmenskultur.
11:00 Uhr - 11:30 Uhr
3. Neue Geschäftschancen für die Drahtindustrie durch spezielle Verarbeitungsverfahren – Verfahren und Anwendungen
Dr. Joachim Holz, Chem. Werke Kluthe GmbH, Heidelberg
Inhalt: Die Produktion von Bauteilen aller Art ab Kaltstauchdraht (Befestigungs- elemente, Zeichnungsteile wie Zündkerzenkörper oder kleine Wellen) ist hocheffizient, aber die Drahtbeschichtung (Phosphatierung, Beseifung etc.) ist nur wenig flexibel und steht unter hohem Preisdruck. Mit speziellen nachgelagerten Bearbeitungsschritten lassen sich neue Anwendungen erschließen und die Fertigungstiefe vergrößern. Aus derganzheitlichen Kenntnis vieler, sehr unterschiedlicher Fertigungsverfahrenfür Metallteile (Rohrherstellung und -verarbeitung, Kaltstauchen, Massivumformung, etc.) können unsere Anwendungsexperten oftinteressante und überraschende Lösungen für die Drahtverarbeitung erarbeiten.
11:30 Uhr - 12:00 Uhr
4. Cybersicherheit bei kleinen und mittleren Unternehmen
Julian Rupp, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bonn
​Inhalt: Es wird dargestellt, wie sich Aluminiumlegierungen mithilfe eines speziellen Druckverfahrens, dem Molten Metal Jetting (MMJ), verarbeiten lassen. Dabei wird flüssiges Metall durch feine Düsen gedrückt, ähnlich wie bei einem Tintenstrahldrucker. Spannend ist die Frage, wie sich verschiedene Aluminiumlegierungen verhalten. Während einfache Legierungen bereits gut funktionieren, wird geprüft, ob auch komplexere, hochfeste Materialien erfolgreich gedruckt werden können.
Ein spezielles Computerprogramm (Python) hilft dabei, wichtige Eigenschaften des flüssigen Metalls zu berechnen – bspw. Oberflächenspannung, Fließverhalten (Viskosität) und Dichte. Daraus lassen sich Kennzahlen wie die Ohnesorge-Zahl und die Weber-Zahl bestimmen, die zeigen, wie sich die Metalltropfen beim Drucken verhalten.
12:00 Uhr - 12:30 Uhr
5. Umlaufbiegeversuche mit Kupferdrähten
Prof. Dr.-Ing. Ulrich Briem, Ostbayrische Technische Hochschule Regensburg, Regensburg
Inhalt: Umlaufbiegeversuche sind ein hervorragendes Werkzeug, um die dynamische Festigkeit (Zeitfestigkeit) von Drähten einfach, schnell und mit geringer Streuung zu bestimmen. Die für Seildrähte entwickelten Prüfmaschinen sind allerdings für Kupferdrähte ungeeignet, weil die notwendigen Prüflängen in den Prüfmaschinen für die weichen Kupferdrähte zu groß sind. An der OTH Regensburg wurde deshalb eine neue Umlaufbiegemaschine entwickelt, mit der Versuche mit Kupferdrähten durchgeführt werden können. Das Prinzip der Prüfmaschine und erste Versuchsergebnisse sowohl mit Seil- als auch mit Kupferdrähten werden vorgestellt.
12:30 Uhr - 13:30 Uhr
Mittagsimbiss
13:30 Uhr - 14:00 Uhr
6. Warum Ihr Shopfloor mehr weiß als Ihr ERP
Harald Kimmerle, iT Engineering Manufacturing Solutions GmbH, Pliezhausen
Inhalt: Wie man mit Digitalisierung Shopfloor-Prozesse abbildet, steuert und so nachhaltig Transparenz, Effizienz und messbare Wertschöpfung schafft.
14:00 Uhr - 14:30 Uhr
7. Lernen von einer Branche im Dauerumbruch: Die Automobilindustrie - Strategische Impulse für eine Branche im Umbruch
Uwe Scharunge Verschleißtechnik Kämpfer Gmb, Herborn
Inhalt: Die Draht- und Kabelindustrie steht an einem Wendepunkt. Globale Märkte verschieben sich, Wettbewerbsdruck und Internationalisierung nehmen zu, reife Märkte wie Deutschland und Europa stagnieren – während Wachstum vor allem in neuen, internationalen Märkten entsteht. Gleichzeitig verändern sich technologische, gesellschaftliche und ökonomische Rahmenbedingungen in rasanter Geschwindigkeit. Andere Branchen – allen voran die Automobilindustrie – haben diese Dynamiken bereits durchlebt. Die Frage lautet: Was kann die Draht- und Kabelindustrie daraus lernen – und wo liegt der konkrete Nutzen?
14:30 Uhr - 15:00 Uhr
8. Chancen statt Risiken: Wie Automatisierung die Drahtproduktion in Hochlohnländern sichert
Benjamin Joachim, Fuhr GmbH & Co. KG, Steinheim
Inhalt: Die Drahtproduktion steht insbesondere in Hochlohnländern vor wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen. Automatisierung bietet hier einen entscheidenden Hebel, um Effizienz, Prozesssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Der Vortrag zeigt auf, warum gerade das Kaltwalzen besondere Anforderungen an automatisierte Abläufe stellt und welche technologischen Hürden dabei zu meistern sind. Im Mittelpunkt steht dabei der von FUHR entwickelte Drahtspeicher als Schlüsselkomponente auf dem Weg zu einer kontinuierlichen und hochgradig automatisierten Produktion. Anhand praktischer Beispiele wird erläutert, wie dieser erste Schritt den Grundstein für weitergehende Automatisierungskonzepte legt und welche Potenziale sich dadurch für die Drahtindustrie eröffnen.
15:30 Uhr - 16:00 Uhr
9. Vom technologischen Kern zum Wachstumspfad: Systematischer Transfer von Technologien und Kompetenzen in neue Applikationen und Märkte
Prof. Dr. Jan-Philipp Büchler, FH Dortmund, Dortmund
Inhalt: Was können wir eigentlich wirklich richtig gut? Wie können wir unsere Stärken in neuen Wachstumsquellen nutzen? Ausgehend von einer präzise definierten Basis differenzierender Technologien und spezifischer Kompetenzen wird der systematische Ansatz des „applikationsunabhängigen Denkens“ vorgestellt. Technologien und Kompetenzen werden herausgearbeitet und in neue Applikationen transferiert. Eine speziell dafür entwickelte Bewertungssystematik erlaubt die Formulierung stringenter Wachstumsstrategien, die ein schrittweises Wachstum aus dem Kerngeschäft erlaubt und eine weiche Diversifikation ermöglicht. Dieser Wachstumsansatz wird anhand von Fallstudien und Praxisbeispielen vorgestellt.
16:00 Uhr - 16:45 Uhr
10. Podiumsdiskussion
16:45 Uhr - ∞
Imbiss und Ausklang